Die Corona-Krise macht es uns gerade schmerzlich bewusst; unsere Wirtschaft ist stark abhängig von einer konstant vorhandenen – möglichst sogar steigenden – Nachfrage. Jetzt, da unabhängig vom Wunsch bzw. Käuferimpuls von staatlicher Seite Restriktionen erfolgen, wanken viele Unternehmen, sehen sich konfrontiert mit einer Handlungs-Ohnmacht.

Herausforderungen für die Unternehmenskommunikation:

  • Wie stellen wir unser Marketing jetzt und zukünftig auf?
  • Wie gehen wir in der Krise und danach an den Markt?

Mit unseren Marketingaktivitäten, gleich welcher Art, möchten wir auf uns, auf unsere Leistungen, aufmerksam machen. Auch in Zeiten, in denen wir uns – wie jetzt gerade – mit Angst oder auch „nur“ Fragezeichen in Sachen zukünftiger Entwicklung beschäftigen. Wir möchten zwar weiterhin auf unsere Leistung hinweisen, dies aber nicht pietätlos, nicht „pushy“. Wie erreichen wir die Balance zwischen attraktiver Werbung und zurückhaltendem Abwarten, Wahrnehmen von Kundenbedürfnissen in der Krise? Welche Kanäle nutzen wir gezielt, da wir nur digital präsent sein können?

Wir glauben, dass auch weiterhin ein auf soliden Grundsätzen fußendes Marketing und eine authentische Unternehmenskommunikation funktionieren.

 

 „Authentizität“ und Sinnhaftigkeit

Jedes Unternehmen muss sich fragen, mit welchem Zweck es sein tägliches Werk vollbringt. Ich muss mich als Unternehmer fragen, was ich in der Welt bewirken will und wozu mein Unternehmen existiert. Welchen Mehrwert stifte ich – und für wen? Wenn ich das für mich und meine Mitarbeiter definiert habe, zählt das Handeln. Je authentischer ich mich am Markt bewege, mit meinem Umfeld interagiere, desto mehr „Persönlichkeit“ strahle ich aus – und bin weniger austauschbar, hebe mich ab im Wettbewerb; gerade jetzt.

„Zwischenmenschliches“

Durch zunehmende Digitalisierung besteht die Gefahr, den „Kontakt“ zum Menschen zu verlieren. Schnelligkeit führt auch zu Schnelllebigkeit; ein Wisch, und die Nachricht, der Post, die Anzeige ist weg: „Der Nächste bitte!“. Oder mein Post erreicht die Zielgruppe gar nicht, weil ich nicht genügend über die Werte, die Ziele, die Vorstellungen meines Kunden im Vorwege weiß. Kundenorientierung funktioniert nur, wenn ich das Zwischenmenschliche nicht zu Gunsten der technischen Optimierung vernachlässige.

„Vertrauen“

Im Rahmen der Digitalisierung und damit verbunden der „Gefahr“, gläsern zu werden, ist es für Unternehmen wichtig, Vertrauen in die korrekte Nutzung der vom Kunden erhobenen Daten herzustellen. Folglich gewinnt bei der Kundenansprache und der nachgelagerten Datenverarbeitung die IT-Sicherheit enorm an Bedeutung. Wir können uns nur als seriös am Markt präsentieren, wenn wir uns in diesen Bereichen – im Umgang mit sensiblen Daten – als gut aufgestellt und integer zeigen.

„Teilhabe“

Über Facebook, Instagram, Pinterest & Co. laden wir zunehmend die „breite Masse“ unserer Interessenten zum Kommentieren, „Liken“, „Sharen“ ein. Wir suchen den engen Kontakt, vergewissern uns, dass unsere Ausrichtung (noch) „richtig“ ist, nutzen diese Kanäle zur Kundenbindung und – über das Re-Posten – zur Vergrößerung unserer Reichweite.

„Agilität“

Eng verbunden mit der Teilhabe ist auch die Reaktionsgeschwindigkeit. Durch „modern workplaces“ wird es möglich, von überall und zeitnah auf Kundenanfragen zu reagieren. Will man nicht rund um die Uhr für seine Kunden in Person parat stehen, können Automatisierungstools helfen, dem Kunden dennoch ein schnelles Erfolgserlebnis durch direktes (automatisiertes) Antworten zu verschaffen.

 

Unabhängig von den o.g. Grundsätzen gilt für jedes Unternehmen, dass vor jeder Kundenkommunikation der konzeptionelle Gedanke nicht zur kurz kommen sollte. Wir müssen uns als erstes ein Bild unseres Zielkunden machen:

  • Womit – mit welchen Inhalten – erreichen wir unseren Wunschkunden?
  • Welche Medien nutzen wir zur Ansprache? Digitale oder Printmedien? Oder macht es hier der „Mix“?
  • Auf welchen Kanälen erreichen wir unsere Kunden? Konzentrieren wir uns auf einen bestimmten Kanal? Adressieren wir „die breite Masse“ oder gezielt Einzelne?

 

Wie wir also unsere Kunden ansprechen, ist abhängig vom jeweiligen Angebot und der Zielgruppe. Bevor irgendeine Marketingmaßnahme ergriffen wird, sollte ein Unternehmen untersuchen, welche Maßnahmen überhaupt Sinn machen und auf welchen Kanälen die Botschaft der Zielgruppe übermittelt wird, ganz unabhängig von Krisenzeiten. Und wenn wir dann das richtige Maß finden und unsere Kunden und Interessenten nicht ungefragt überschütten, funktioniert auch das Überzeugen vom eigenen Wert.